Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 15. März 2018



Information über die Realisierung einer Freiflächenphotovoltaikanlage in Unterrottmannsdorf
Zu Beginn der Sitzung stellte Herr Bichler von der Firma Energiebauern GmbH, 86577 Sielenbach seine Firma und seine Geschäftstätigkeiten vor. Dabei unterstrich er, dass es zur Philosophie seines Unternehmens gehört, alle von ihnen errichteten Freiflächenphotovoltaikanlagen selbst zu betreiben. Die Firma wird eine PV-Anlage in Unterrottmannsdorf bauen und unterhalten.

Beratung und Beschlussfassung über den Neubau einer zweigruppigen Kinderkrippe
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte 2. Bürgermeister Friedrich Bauer Herrn Korder vom gleichnamigen Architekturbüro. Grundlage seiner Planungen ist das mit dem Landratsamt Ansbach und der Regierung von Mittelfranken abgestimmte Raumprogramm. Es geht von zwei neuen Kinderkrippengruppen mit insgesamt 24 Betreuungsplätzen aus. Diese Gruppen sollen in einem Neubau in der Finkenstraße untergebracht werden. Insgesamt würden dann 48 Krippenplätze und 40 Hortplätze in der Finkenstraße und 90 Kindergartenplätze in der Bergstraße bestehen.

Der Architekt erwartet, dass die Baumaßnahme einschließlich der Neuanlage der Parkplätze, der Anbindung des Neubaus an das bestehende Gebäude und einiger Umbauten im Bestandsgebäude insgesamt 1.365.490 € kosten wird. Hiervon würden 845.016 € gefördert werden. Der Eigenanteil des Marktes Lichtenau würde demnach 520.474 € betragen. Von diesem Betrag würden 72.930 € auf die Neuanlage des Parkplatzes und 107.640 € auf die Anbindung des neuen Gebäudes, der Umarbeiten im Bestand und der Vorhaltung einiger nicht geförderter Räume entfallen.

Nachdem Herr Korder die Einzelheiten der Planung erläuterte, beschloss der Marktgemeinderat einstimmig den Bau einer neuen zweigruppigen Kinderkrippe an dem bestehenden Gebäude in der Finkenstraße. Der Architekt und die Verwaltung wurden beauftragt, die notwendigen nächsten Schritte für die Realisierung dieses Vorhabens einzuleiten.

Antrag auf Anschluss der Wochenendsiedlung in Wattenbach an die öffentliche Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe
Hierzu berichtete 2. Bürgermeister Friedrich Bauer, dass die Grundstückseigentümer der Wochenendsiedlung nach reichlicher Überlegung geschlossen den Antrag gestellt haben, dass ihre Anwesen an die öffentliche Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe angeschlossen werden.

Dieser Entscheidung gingen gründliche Überlegungen voraus. Letztendlich waren es immer strengere Vorschriften zur Trinkwassernutzung und der aufwendige Ausbau und die hohen Unterhaltungskosten für den vorhandenen Brunnen, die den Ausschlag gaben. Für einen Gemeinderat war fraglich, ob nicht alle Möglichkeiten zur Erhaltung der eigenständigen Wasserversorgung ausgeschöpft wurden. Deshalb wurde der Beschluss den Antrag an die Reckenberg-Gruppe zu stellen, die Wattenbacher Wochenendsiedlung in ihren räumlichen Wirkungsbereich einzugliedern, mit einer Gegenstimme beschlossen.

Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 37 Schlauersbach „An der Ziegendorfer Straße“
Zu diesem Tagesordnungspunkt berichtete Herr Bierwagen vom Architekturbüro Christofori über den Stand der Planungen. Aus der umfangreichen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung hub er hervor, dass die Aufstellung des Bebauungsplanes der Anlass war, das noch bestehende Wasserschutzgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Schlauersbach aufzuheben. Das Aufhebungsverfahren wird demnächst vom Landratsamt eingeleitet. Außerdem vermutet das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege ein potentielles steinzeitliches Siedlungsgebiet im Bereich des Bebauungsplanes. Herr Bierwagen schlug deshalb vor, in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, vor Beginn der Bauarbeiten Sondierungen vorzunehmen. Damit könnte Klarheit über diese Frage geschaffen werden.

Auf Unverständnis stieß bei den Gemeinderäten der Einwand des Bauamtes des Landratsamtes in Ansbach, das eine unbedingte Notwendigkeit der Schaffung von Bauland in Schlauersbach bezweifelte. Gerade für dieses Baugebiet mit geplanten 9 Einfamilienhäusern liegen der Verwaltung viele Anfragen vor. Es ist deshalb davon auszugehen, dass es relativ rasch bebaut wird. Dass in Schlauersbach selbst noch einige bebaubare Bauzellen vorhanden sind, ist dabei von geringer Bedeutung, denn sie können einer baulichen Nutzung derzeit nicht zugeführt werden.

Zum Abschluss der Beratungen stimmte der Marktgemeinderat einstimmig über die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf ab. Danach beschloss er, ebenfalls einstimmig, den Bebauungsplan als Satzung. Nach der ortsüblichen Bekanntmachung wird er in Kraft treten.

Änderung des Bebauungsplanes 10 A „Sonnenweg und Buchenweg“ und 10 C „Kastanienweg“
Auch diese beiden Tagesordnungspunkte wurden vom Architekten Bierwagen erläutert. Die beiden rechtsgültigen Bebauungspläne sehen sowohl eine gemischte Nutzung, als auch eine Wohnbebauung vor. Tatsächlich ist jedoch im nördlichen Bereich der Bebauungspläne eine überwiegende Wohnbebauung entstanden. Im westlichen Teil wurde eine vorhandene gewerbliche Nutzung aufgegeben. Auch hier soll eine Wohnbebauung entstehen. Dies steht jedoch den Zielen des vorhandenen Bebauungsplanes entgegen. Das Landratsamt Ansbach stellt deshalb die Genehmigung künftiger Bauvorhaben in Frage.

Um den Wünschen der Grundstückseigentümer auf eine Wohnbebauung gerecht zu werden, schlug der Architekt eine kleinere gemischte Bebauung im nördlichen und westlichen Bereich der Bebauungspläne vor. Der südliche Bereich der Bebauungspläne soll den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden in dem hier ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen wird.  Hierzu ist u.a. die Änderung der Geltungsbereiche der Bebauungspläne erforderlich.

Diesen Vorschlägen stimmte der Marktgemeinderat einstimmig zu und beauftragte die Verwaltung das für die Änderung der Bebauungspläne erforderliche Verfahren einzuleiten.

Erlass einer neuen Straßenreinigungs- und Sicherungsverordnung
Die Verwaltung stellte fest, dass einige Vorschriften der bisher gültigen Verordnung der neuesten Rechtsprechung entgegenstehen. So ist z.B. die Reinigung der Gehwege und Straßen in festgelegten Intervallen nicht mehr zulässig. Sie hat „je nach Bedarf“ zu erfolgen. Auch die Lagerung des im Winter anfallenden Schnees auf eigenem Grundstück kann vom Anlieger nicht mehr verlangt werden. Der Schnee und das anfallende Eis sind ist nun so an den Fahrbahnrändern zu lagern, dass niemand hierdurch gefährdet wird.

Nach den Erläuterungen der Verwaltung zu den Änderungen, beschloss der Marktgemeinderat einstimmig die neue Straßenreinigungs- und Sicherungsverordnung.

Bekanntgaben
Unter diesem Tagesordnungspunkt gab der 2. Bürgermeister bekannt, dass eine Delegation aus der befreundeten Gemeinde Vicq sur Breuilh (Frankreich) Lichtenau besucht hat. Die Besucher zeigten für alle vorgestellten Gegebenheiten großes Interesse. Der Besuch diente der Vorbereitung eines größeren Treffens das im Sommer stattfinden wird.

 

Bericht über die Bauausschussitzung


Die Sitzung des Bauausschusses am 09.04.2018 hat nicht stattgefunden.